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Lesen Sie den neusten Artikel im Gault Millau zum 50-jährigen Jubiläum von Rolf Beeler. Hier gehts zum Interview mit Rolf Beeler.
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Aufgrund der Auffahrt fällt der Markt am Freitag, 15.05. am Bürkliplatz in Zürich und am Samstag, 16.05.26 in Aarau aus.
Am Samstag, den 1. Mai 1976 fuhr ich zum ersten Mal mit meinem VW-Bus mit Käse beladen nach Luzern an den Wochenmarkt. Es war ja der Tag der Arbeit, den die Luzerner aber nicht gross feierten, deshalb fand mein erster Markt auch statt. Den VW-Bus hatte ich kurz vorher für Fr. 2000.- Occasion erworben. Das Käsesortiment war noch ziemlich 0815: Gummiger Emmentaler, Greyerzer, Tilsiter, Waadtländer Tommli, was man halt zur Zeit der Schweizerischen Käseunion beziehen konnte. Das Schweizer Sortiment war ziemlich beschränkt. Für Weichkäse musste man nach Frankreich und Italien ausweichen. Da gab es bspw. den Suprème oder den Petit Prince, zwei pasteurisierte Brie Typen. Aus Italien bekam man Gorgonzola und Taleggio aus Grosskäsereien. Stolz war ich auf meinen Appenzeller, der wurde damals noch aus Rohmilch gemacht und etwa 8 Monate gelagert, so dass er auf der Schnittfläche blaue Ränder hatte und ziemlich stank. Wenn ich die Laibe jeweils im Appenzell abholte, fuhr ich immer mit offenen Fenstern zurück in den Aargau, auch im Winter, anders wäre das nicht auszuhalten gewesen. Bald darauf fuhr ich dann auch noch an andere Märkte wie Wettingen und Basel. Anfangs der 80er Jahre kamen dann noch 2 Delikatessen Geschäfte in Baden und Wettingen dazu, «Spiis & Trank» hiessen sie. Mit den Jahren stiegen auch meine Ansprüche an die Käsequalität, ich suchte immer mehr nach ursprünglichen Rohmilchkäsen mit optimaler Reife. So war ich dann einer der ersten, der den Brie de Meaux importierte. Als dann Mitte der 80iger Jahre immer mehr Gourmet Restaurants in der Schweiz öffneten, konnte ich ihnen schon ein breites Sortiment an Rohmilchkäsen für den Käsewagen anbieten. Deshalb schloss ich dann auch die «Spiis & Trank» Läden und konzentrierte mich nur noch auf die Märkte und die Restaurants und natürlich auf die Pflege meiner Käse. 1999 wurde dann endlich auch die leidige Käseunion liquidiert, das war die Chance für viele kleine, innovative Schweizer Käsereien, neue Käse zu kreieren. So konnte ich mit einigen Käsern wie Sepp Barmettler und Willi Schmid neue Käse entwickeln wie Stanser Chueflade oder Jersey Blue. Heute deckt die Schweizer Käselandschaft alles ab, was aus Rohmilch machbar ist. Vom 5-jährigen Alp Sbrinz über verschiedene Blauschimmel, Weissschimmel- und Rotschmierkäse, bis zu grossartigen Sommeralpkäsen, von den verschiedenen Tierarten wie Jersey Kuh, Ziege, Schaf, ja sogar Wasserbüffel. Und an den verschiedenen internationalen Cheese Awards gab es dann in den letzten Jahren meist als Gesamtsieger einen Gruyère AOP. Wunderbar, wie sich die Schweizer Käselandschaft in den letzten 50 Jahren entwickelt hat. So möchte ich mich bei allen Käser/Innen bedanken, die Ihre Leidenschaft mit mir geteilt haben. Herzlichen Dank allen Mitarbeiter/Innen und meiner Familie, die mich in den letzten 50 Jahren unterstützt und begleitet haben. Und besten Dank Euch vielen Kund/Innen und Käsegeniesser/Innen für Eure langjährige Treue zu unseren Produkten. Viele von Euch sind Freunde und Freundinnen geworden, und das macht das Leben doch lebenswert. Natürlich feiern wir diese 50 Jahre auch ein bisschen. So haben wir nochmals einen 21-jährigen Berg Sbrinz gefunden und in kleine Stücke geschnitten. Wenn Sie so ein Stück wie einen Trüffel hobeln, kann es Ihnen doch über 21 Jahre Naturerfahrung berichten. Wenn Sie bei Ihrer nächsten online Bestellung beim Feld "Hinweise zur Bestellung" «50 Jahre» reinschreiben, geben wir ihnen gerne als kleines Geschenk unseren Senf dazu. Oder wenn Sie diesen Text bei einem Besuch am Markt oder bei uns in Mellingen vorzeigen, bekommen Sie ihn selbstverständlich auch. (Gültig bis 31. Mai 2026) Ich wünsche Euch wunderbare Frühlingstage. Rolf Beeler Geschätzte Kund/Innen
Ab dem neuen Jahr werden wir den Versand von der Post zu der Firma Planzer wechseln. Seit der Pandemie waren wir mit dem Service und de Zuverlässigkeit der Post immer weniger zufrieden. Seit nun der Bundesrat der Post erlaubt, die Zustellqualität von 95% auf 90% zu senken, sehen wir unser Qualitätsversprechen nicht mehr gewährleistet. Unser Anliegen ist es, dass die verschickten Chäspäckli zu vollster Zufriedenheit am anderen Tag bei Ihnen ankommen. Die staatliche Post will das nicht mehr garantieren, die private Firma Planzer setzt sich aber für diesen Service Public ein. Wir sind zuversichtlich, dass wir unser Versprechen mit Planzer weiterhin erreichen können. Qualität wird bei uns immer über der Quantität stehen. Für Ihr Feedback sind wir dabei sehr dankbar. Wir wünschen Ihnen einen guten Rutsch in das neue Jahr 2026 und danken Ihnen für Ihre Treue. Freundliche Grüsse Rolf Beeler und Team |
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